Mercer | Zürich, Genf und Basel bieten gute Lebensqualität

Quality of Living-Ranking

Zürich, Genf und Basel bieten gute Lebensqualität

Zürich ist 2017 erneut die Stadt mit der zweithöchsten Lebensqualität weltweit. Auch Genf (Rang 8) und Basel (Rang 10) können sich in den Top-Ten platzieren. Bern belegt wie im Vorjahr den 14. Rang. An der Spitze des Städterankings liegt zum mittlerweile achten Mal in Folge Wien. Zu diesem Ergebnis kommt die jährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität von Expatriates in 231 Grossstädten, die in diesem Jahr bereits zum 19. Mal veröffentlicht wurde.

Die Top-Ten des Städtevergleichs werden von weiteren europäischen Metropolen dominiert: Neben Düsseldorf (Rang 6) und Frankfurt (7) ist auch Kopenhagen (9) unter den Bestplatzierten. Auckland (2) und Vancouver (5) sind die einzigen Städte auf den vorderen Plätzen, die nicht in Europa liegen. Bagdad bildet wie auch in den Vorjahren das Schlusslicht des Vergleichs.

Zur Beurteilung der Lebensqualität jeder Stadt wurden 39 Kriterien analysiert, die aus Sicht von Mitarbeitern, die ins Ausland entsandt wurden, eine zentrale Rolle spielen. Diese Merkmale schliessen unter anderem politische, soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Aspekte ein. Hinzu kommen Faktoren wie Gesundheit und Bildungsangebote.

„Das gute Abschneiden westeuropäischer Städte ist wenig überraschend. Gerade im internationalen Vergleich bieten sie eine überaus gute Lebensqualität, sei es beim Wohnraum, dem Freizeitangebot oder der Verfügbarkeit von Konsumgütern“, so Mercer-Expertin Narcisa Chelaru. „Natürlich unterscheidet sich die subjektive Wahrnehmung vor Ort je nach Lebenslage und Präferenzen, und Einheimische setzen meist ganz andere Prioritäten als ins Ausland entsendete Mitarbeiter. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen sich auf Daten und Informationen stützen können, die auf unabhängigen Quellen basieren."

Infrastruktur ist wichtiger Faktor

Für die Lebensqualität ist die Infrastruktur vor Ort ein besonders wichtiges Kriterium. Dazu zählen u. a. die Wasserversorgung, Kommunikations- und Postdienstleistungen, öffentlicher Nahverkehr und die Verfügbarkeit internationaler Flüge. Daher wurde diesem Bereich 2017 ein eigenes Ranking gewidmet. Spitzenreiter ist hier Singapur, gefolgt von Frankfurt und München, beide auf dem zweiten Rang. Komplettiert wird die Top-Ten von Kopenhagen (4), Düsseldorf (5), Hong Kong und London (6), Sydney (8) sowie Hamburg, Vancouver und Zürich (9).

„Der Erfolg internationaler Entsendungen hängt massgeblich davon ab, wie reibungslos Fortbewegung und Kommunikation funktionieren und ob ausreichend hohe Standards in den Bereichen Hygiene, persönliche Sicherheit und Zugang zu behördlichen Dienstleistungen erfüllt sind“, kommentiert Slagin Parakatil, Principal bei Mercer und verantwortlich für die „Quality of Living“-Studien. „International tätige Unternehmen benötigen akkurate und kurzfristig verfügbare Informationen, um für ihre Expatriates faire und einheitliche Vergütungspakete zu berechnen. Das kann für Orte mit einer eingeschränkten Lebensqualität zu einer echten Herausforderung werden.“

„Die Infrastruktur einer Stadt, oder besser gesagt eine fehlende Infrastruktur, kann die Lebensqualität, wie sie von Expatriates und deren Familien täglich empfunden wird, entscheidend beeinflussen. Alternativen im Nahverkehr, die regionale und internationale Anbindung und die Versorgung mit Elektrizität und Trinkwasser gehören zu den Grundbedürfnissen von Expatriates, die an einen neuen Standort entsendet werden. Daher ist eine gut ausgebaute Infrastruktur auch ein klarer Wettbewerbsvorteil für Städte und Kommunen, die multinationale Unternehmen, Top-Arbeitnehmer und ausländische Investitionen anlocken wollen“, ergänzt Parakatil.

Europäische Städte bieten hohe Lebensqualität

Trotz politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen ist die Lebensqualität in europäischen Metropolen noch immer sehr hoch. Im Vergleich zu den Vorjahren blieben die Städte bis auf wenige Ausnahmen im Ranking stabil. Brüssel ist aufgrund von Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Terrorismus um sechs Plätze auf Rang 27 gefallen. Rom leidet unter Problemen mit der Müllentsorgung, was sich in einem Abstieg um vier Plätze auf Rang 57 bemerkbar macht. Als Resultat der heftigen politischen Turbulenzen fällt Instanbul ganze elf Plätze (von 122 auf 133).

„Wirtschaftliche Instabilität, soziale Unruhen und politische Umwälzungen stellen Unternehmen vor komplexe Herausforderungen, wenn sie die Lebensqualität für ihre ins Ausland entsendeten Mitarbeiter analysieren“, so Ilya Bonic, Senior Partner und President des Geschäftsbereichs Career von Mercer. „Multinationale Unternehmen und Regierungen benötigen akkurate, detaillierte und verlässliche Informationen zur Lebensqualität in verschiedenen Städten. Damit können sie ihre Mitarbeiter vor Ort nicht nur angemessen vergüten, sondern sie verfügen auch über eine Benchmark zur Planung und bekommen Einblicke in die teils schwierigen Arbeitsbedingungen ihrer Mitarbeiter.“

„In unsicheren Zeiten müssen sich Unternehmen, die sich an einem neuen Standort etablieren und Mitarbeiter dorthin entsenden wollen, vorab ein möglichst genaues Bild der jeweiligen Stadt machen. Dazu gehören zum Beispiel auch die Tauglichkeit als Geschäftsstandort und die Attraktivität für Top-Mitarbeiter“, ergänzt Bonic.

Auf einen Blick: Die Top Ten des Mercer „Quality of Living“-Rankings 2017 und die Platzierungen der Schweizer Städte


 

Auf einen Blick: Die Top Ten des Mercer „Quality of Living“-Rankings 2017 mit Fokus Infrastruktur und die Platzierungen der Schweizer Städte

 

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Hinweise


Mercer veröffentlicht jährlich Ranglisten zur Lebensqualität weltweit aus seinen Worldwide Quality of Living Surveys. Für jede untersuchte Stadt werden einzelne Berichte erstellt. Zudem sind vergleichende Indizes zur Lebensqualität zwischen einer Basis- und einer Gastgeberstadt sowie Vergleiche zwischen mehreren Städten verfügbar.

Die Daten wurden zwischen September und November 2016 erhoben und werden regelmäßig aktualisiert, um veränderte Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Die Rangliste wird Redakteuren und Journalisten zu Informations- und Recherchezwecken zur Verfügung gestellt und soll nicht vollständig veröffentlicht werden. Die ersten und letzten zehn Städte („Top-Ten“ und „Bottom-Ten“) der beiden Rankings können jedoch in Tabellenform wiedergegeben werden.

Die im Rahmen der Studien zur Lebensqualität (im Folgenden die „Studien“ genannt) gesammelten Daten dienen ausschließlich Informationszwecken. Sie sollen Regierungen und internationalen Unternehmen bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland dienen. Sie sind nicht als Grundlage zur Vornahme ausländischer Investitionen oder Vorhaben des Tourismus gedacht. Entsprechend lehnt Mercer jegliche Verantwortung für Entscheidungen oder Handlungen ab, die auf Basis der Ergebnisse dieser Studien getroffen bzw. vollzogen werden. Die Studien wurden mithilfe von Quellen, Informationen und Systemen durchgeführt, die als zuverlässig und korrekt betrachtet werden. Es handelt sich insoweit um einen Ist-Zustand. In Bezug auf externe Quellen und Daten, die bei der Erstellung der Studien herangezogen wurden, übernimmt Mercer keine Verantwortung für die Stichhaltigkeit/Korrektheit (oder Vergleichbares). Mercer und verbundene Unternehmen übernehmen entsprechend auch keine Gewähr oder Garantie in Bezug auf die Studien und lehnen im Übrigen jede Form von Gewährleistung und Garantie ab, einschließlich und nicht abschließend solche in Bezug auf Qualität, Korrektheit, Aktualität, Vollständigkeit, Gebrauchstauglichkeit und Verwendbarkeit für einen bestimmten Zweck.   

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