Mercer | Ein Ende garantierter Renten?

Mercer | Ein Ende garantierter Renten?

Garantierte Renten

Führen längere Lebenserwartung und Zinsen auf Rekordtief zu einem Ende garantierter Renten?

HIER GEHT ES ZUR FRANZÖSISCHEN VERSION.

31.03.2016
Autor: André Tapernoux

Wenn Rentnerinnen und Rentner länger leben und gleichzeitig die Zinsen so niedrig sind wie nie zuvor, muss die Pensionskasse mehr Kapital für die Sicherung der Renten zur Verfügung stellen. Auch bei den noch im Berufsleben stehenden Versicherten gibt es Handlungsbedarf. Umwandlungssätze müssen gekürzt, zusätzliche Leistungen wie die Erleichterung der vorzeitigen Pensionierung gestrichen werden.

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Kürzlich hat die Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) mitgeteilt, dass sie die Renten auf maximal 98’700 Fr. begrenzen wird. Viele Versicherte fragen sich, was diese Entwicklung für die Zukunft ihrer Rente bedeutet. Führt die oben beschriebene Situation mittelfristig sogar zur vollständigen Abschaffung von garantierten Renten?

Die Antwort ist, die garantierte lebenslange Rente wird bleiben. Zwar müssen die Leistungen den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden; nur so ist eine nachhaltige Finanzierung möglich. Aber es gibt eine Reihe von Faktoren, die für eine Beibehaltung garantierter Renten sprechen.

Erstens entsprechen garantierte Renten einem Bedürfnis. Sie sichern ein lebenslanges Einkommen und ersparen so den meisten Seniorinnen und Senioren den Gang zum Sozialamt.

Zweitens sind garantierte Renten für die Gesellschaft die billigste Lösung der Altersvorsorge. Fände kein Risikoausgleich im Rahmen einer Pensionskasse statt, so müsste der Einzelne viel sparsamer mit dem Geld umgehen, um seinen Lebensstandard so abzusichern, dass er auch einem hohen Alter von 95 oder 100 Jahren beruhigt entgegensehen kann. Würden seine Rücklagen dann nicht ausreichen, müsste der Staat einspringen und damit alle Steuerzahler, Privatleute wie Firmen.

Drittens können Renten in einer Übergangszeit flexibel gestaltet werden. So ist es denkbar, dass bei vorzeitiger Pensionierung oder alternativ bis zum Alter von 70 Jahren primär das privat angesparte Kapital verwendet und erst dann die volle Rente der Pensionskasse gezahlt wird. Solche Systeme sind zwar in der Schweiz noch nicht weit verbreitet, könnten aber in Zukunft vermehrt zum Zuge kommen.

Viertens können Renten auch abgestuft werden. Es ist bekannt, dass Besserverdienende länger leben. Es wäre deshalb fair, beim Umwandlungssatz auf das zuletzt verdiente Einkommen abzustellen. So kämen auch in der zweiten Vorsorge-Säule in erster Linie diejenigen in den Genuss einer grosszügigeren Rente, die es auch nötig haben.

Fünftens werden sich die Rahmenbedingungen auch in Zukunft weiter ändern. Der Anteil an über 65jährigen, die weiter arbeiten, steigt in den letzten Jahren wieder an. Entsprechende Teilpensionierungen sind heute in den meisten Pensionskassen möglich. Damit helfen die Versicherten mit, eine ausreichende Rente zu finanzieren. Auch ohne grosszügige Geschenke des Arbeitgebers können deshalb weiterhin lebenslange Renten über kapitalgedeckte Pensionskassen garantiert werden.

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