Steigende Gesundheitskosten fördern Umdenken bei Arbeitgebern und Versicherern

Steigende Gesundheitskosten fördern Umdenken bei Arbeitgebern und Versicherern

Steigende Gesundheitskosten fördern Umdenken bei Arbeitgebern und Versicherern

  • 05. Juni 2019
  • Switzerland, Zürich
  • Weltweit steigen die Kosten für medizinische Versorgung fast dreimal so schnell wie die Inflation
  • Hauptkostentreiber sind Risiken in den Bereichen Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System, Ernährung und psychische und emotionale Gesundheit
  • Versicherer reagieren mit Investitionen in qualitätsorientierte Gesundheitsleistungen und -programme

Die Kosten für medizinische Versorgung steigen weiterhin rasant. 2018 lag die durchschnittliche Steigerung weltweit bei 9,7 Prozent und damit fast dreimal höher als die allgemeine Inflation. 2019 wird eine ähnliche Entwicklung erwartet, während die Kosten 2020 voraussichtlich sogar noch stärker steigen werden. Dies sind Ergebnisse der neuen «Mercer Marsh Benefits 2019 Medical Trends Around the World»-Studie, die in ihrem fünften Jahr 204 Versicherer in 59 Ländern* daraufhin untersucht, wie die gesundheitliche Entwicklung, Faktoren auf der Anbieterseite und das Konsumentenverhalten die Gesundheitskosten treiben und wie Versicherer darauf reagieren.

Aus globaler Sicht sind die drei Hauptrisikofaktoren mit Einfluss auf die Kosten der medizinischen Versorgung die Bereiche Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System, Ernährung sowie psychische und emotionale Gesundheit. In den einzelnen Regionen gibt es jedoch Unterschiede bei den führenden Risiken (vgl. auch Tabelle 1):

  • Lateinamerika: Ernährung (85%)
  • Europa: Psychische und emotionale Gesundheit (61%)
  • Mittlerer Osten und Afrika: Risiken am Arbeitsplatz (59%), Unterernährung von Kindern und Müttern (24%)
  • Asien: Umweltrisiken (52%) – die Effekte der hohen Luftverschmutzung in vielen Grossstädten der Region machen sich hier bemerkbar.

«Auch in der Schweiz sehen wir eine klare Tendenz zu steigenden Kosten. 2018 lag die Steigerung laut Studie bei 4 Prozent, und sie wird sich in diesem Jahr voraussichtlich ähnlich entwickeln. Die Versicherer bleiben hier sicher nicht untätig und werden Lösungen zur Kosteneindämmung suchen. Aber aus unserer Sicht sind auch die Arbeitgeber gefragt, z. B. in Bezug auf die angebotenen Leistungen für Ihre Mitarbeiter und Themen wie Aufklärung und Prävention», so Lutz Krepper, COO und Leiter des Bereichs Health bei Mercer Schweiz.

Als Reaktion auf die Kostenentwicklung hat sich die Zahl der Versicherer, die in qualitätsorientierte Angebote investieren, mehr als verdoppelt. Mit derartigen Lösungen sollen Versicherte schneller zu den für sie richtigen Behandlungsangeboten geführt werden. 29 Prozent der Anbieter sehen dies nun als einen der wichtigsten strategischen Investitionsbereiche. Ausserdem bieten 63 Prozent der Versicherer Aufklärung, Tools und Anreize an, um positives Verhalten zu fördern und den Versicherten damit zu helfen, bessere Entscheidungen in Bezug auf ihre Gesundheit zu treffen. Dieser Ansatz ist besonders im Mittleren Osten und Afrika verbreitet, wo bereits 71 Prozent der Versicherer auf solche Massnahmen setzen. Auch virtuelle Gesundheitsberatungen werden immer beliebter: 78 Prozent der Befragten weltweit denken entweder über eine Unterstützung dieser Lösungen nach oder bieten diese bereits an.

«Die Kosten für medizinische Versorgung steigen weiter. Die Mehrheit der Versicherer geht laut unserer Studie davon aus, dass die medizinische Inflation im Jahr 2020 entweder konstant bleibt oder sich sogar noch weiter erhöht», erläutert Hervé Balzano, Mercer Marsh Benefits International Leader.

«Die Arbeitswelt verlangt nach gesunden und engagierten Arbeitnehmern. Vor dem Hintergrund der steigenden Gesundheitskosten sollten Arbeitgeber daher prüfen, wie sie das Beste aus ihren angebotenen Leistungen herausholen können, z. B. auch durch Zugang zu qualitätsorientierten Leistungen. Dabei sollten sie aber immer sowohl die Kosten als auch das Mitarbeiterengagement im Blick behalten.»

Klicken Sie hier, um den vollständigen Report herunterzuladen.

*Ohne USA.

Tabelle 1: Versicherer wurden gebeten, die drei Hauptrisikofaktoren zu nennen, die aus ihrer Sicht die Kosten von arbeitgeberfinanzierten Gesundheitsangeboten treiben

Über Mercer (www.mercer.com)

Mercer bietet Beratung und digitale Lösungen, die Unternehmen dabei helfen, die Anforderungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlstand und Karriere in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu erfüllen. Mit mehr als 23.000 Mitarbeitenden in 44 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), dem führenden globalen Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR. Mit einem Jahresumsatz von fast 17 Mrd. USD und fast 75.000 Mitarbeitenden weltweit hilft Marsh & McLennan Companies seinen Kunden dabei, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zu Marsh & McLennan Companies gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman.

Mercer Schweiz AG (www.mercer.ch)

In der Schweiz ist Mercer mit rund 80 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich und Nyon vertreten. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen in der Beratung von Unternehmen rund um die berufliche Vorsorge inkl. der Verwaltung von Versicherungsverträgen, Investments sowie Human-Capital-Strategien und Vergütung/Mobilität von Arbeitnehmenden. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf www.mercer.ch oder folgen Sie uns auf Twitter @MercerSwiss.

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