Mercer | Der Klimawandel zwingt Investoren zum Handeln

Der Klimawandel zwingt Investoren zum Handeln

Der Klimawandel zwingt Investoren zum Handeln

  • 09. April 2019
  • Switzerland, Zürich

Die Erderwärmung infolge des Klimawandels wird erheblichen Einfluss auf die zu erwartenden Renditen von institutionellen Anlegern haben. Bei einer Erwärmung über 2°C sind bereits mittelfristig deutlich negative Effekte auf die Rendite zu erwarten. Durch eine Ausrichtung auf nachhaltige Anlagen können diese Auswirkungen jedoch gedämpft werden.

Dies sind Ergebnisse der neuen Studie „Investing in a Time of Climate Change – The Sequel“, eine Neuauflage und Weiterentwicklung eines im Jahr 2015 veröffentlichten Mercer-Reports. Die Studie betrachtet drei Szenarien für den Klimawandel: eine durchschnittliche Erwärmung um 2°C, 3°C und 4°C im Vergleich zu vorindustriellen Niveaus. Diese werden über Zeiträume bis 2030, 2050 und 2100 betrachtet, um die Auswirkungen von Naturkatastrophen und Ressourcenverfügbarkeit aufzuzeigen. Investoren können anhand der Auswertungen das finanzielle Risiko des Klimawandels im Bezug auf ihr Gesamtportfolio sowie über alle Anlageklassen und Industriesektoren hinweg erfassen und entsprechend handeln.

Investoren müssen aktiv auf 2°C-Szenario hinarbeiten

„Eine zentrale Schlussfolgerung unserer neuen Studie ist, dass Investoren aktiv auf ein 2°C-Szenario hinarbeiten müssen und dieses auch als Chance verstehen sollten. In fast allen Anlageklassen, Regionen und Zeiträumen zeigen unsere Analysen, dass die zu erwartenden Renditen im 2°C-Szenario deutlich besser ausfallen als bei einer Erwärmung von 3°C oder 4°C. Ausserdem bietet der dafür notwendige Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und Gesellschaft neue Anlagechancen“, so Helga Birgden, Global Business Leader, Responsible Investment, Mercer.

„Laut unserer Modellbetrachtungen kann eine stärkere Berücksichtigung nachhaltiger Anlagen im Portfolio die Renditen verbessern. Die Ergebnisse unserer Studie sind sehr deutlich und bestärken die Schlussfolgerungen unseres Reports aus dem Jahr 2015, dass alles dafür getan werden muss, um ein Szenario deutlich unterhalb von 2°C zu erreichen“, erläutert Birgden.

Chance für Schweizer Pensionskassen

„Viele Schweizer Pensionskassen haben die Bedeutung des Klimawandels für Ihre Anlagen noch nicht vollumfassend erkannt“, so Samuel Lisse, CEO von Mercer in der Schweiz. „Dabei ermöglicht eine zukunftsorientierte Ausrichtung mit einem nachhaltigen Anlageansatz schon heute gute Renditen und mittel- bis langfristig ein reduziertes Anlagerisiko. Davon können gerade Pensionskassen auf Grund ihres langen Investmenthorizonts profitieren.“

Anlegern kommt aktive Gestalterrolle zu

Die Mercer-Studie gibt Anlegern einen klaren Handlungsrahmen, um eine aktive Rolle als „Future Maker“ einzunehmen und einen Übergang zu einem 2°C-Szenario mitzugestalten. Die von Mercer bereits 2015 beschriebenen „Future Maker“ setzen sich für am 2°C-Szenario ausgerichtete Businesspläne in denjenigen Unternehmen ein, die bei einem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft geschäftsschädigenden Risiken ausgesetzt sind. Zudem üben sie Druck auf Regierungen aus, damit diese schnell an der Umsetzung des Pariser Abkommens weiterarbeiten und sich auch darüber hinaus mit dem Klimawandel befassen.

„Dieses Thema ist als treuhänderische Aufgabe zu verstehen. Es geht um Risikomanagement, wie es auch in einem Bericht des World Economic Forum 2019 beschrieben ist. Vermögensinhaber und -verwalter sollten den Klimawandel über den gesamten Investmentprozess hinweg betrachten, von der grundlegenden Philosophie über Anlagerichtlinien und -prozesse bis hin zur Portfoliokonstruktion“, erläutert Deb Clarke, Global Head of Investment Research bei Mercer.

Unter der Führung des Responsible-Investment-Teams befasst sich Mercer über alle Geschäftsbereiche hinweg mit dem Thema Klimawandel. Der Responsible Investing Pathway zeigt die volle Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen, die darauf abzielen, nachhaltige Investments in die grundlegenden Schritte des Anlageprozesses zu integrieren: Philosophie, Richtlinien, Prozesse und Portfolioimplementierung.

Über Mercer (www.mercer.com)

Mercer bietet Beratung und digitale Lösungen, die Unternehmen dabei helfen, die Anforderungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlstand und Karriere in einer sich wandelnden Arbeitswelt zu erfüllen. Mit mehr als 23.000 Mitarbeitern in 44 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen der Marsh & McLennan Companies (NYSE: MMC), dem führenden globalen Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR. Mit einem Jahresumsatz von 14 Mrd. USD und fast 65.000 Mitarbeitern weltweit hilft Marsh & McLennan Companies seinen Kunden dabei, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zu Marsh & McLennan Companies gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman.

Mercer Schweiz AG (www.mercer.ch)

In der Schweiz ist Mercer mit rund 80 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich und Nyon vertreten. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen in der Beratung von Unternehmen rund um die berufliche Vorsorge inkl. der Verwaltung von Versicherungsverträgen, Investments sowie Human-Capital-Strategien und Vergütung/Mobilität von Arbeitnehmenden. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf www.mercer.ch oder folgen Sie uns auf Twitter @Mercer.

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