Schweizer Städte dominieren weiterhin die Rangliste der teuersten Standorte für Expats weltweit

  • Hongkong bleibt die teuerste Stadt der Welt für Expatriates, gefolgt von Zürich (2) und drei weiteren Schweizer Städten – Genf (3), Basel (4) und Bern (5)
  • Die internationalen Entsendungsmuster entwickeln sich aufgrund von Wechselkurs- und Inflationsschwankungen und der Zunahme von Fern- und flexibler Arbeit

29. Juni 2022

Switzerland, Zürich

 

Mercer hat heute seine «Cost of Living»-Studie 2022 veröffentlicht, die eine Rangliste der 227 teuersten Städte der Welt für Expatriates aufstellt. Während Hongkong weiterhin an der Spitze liegt, liegen Zürich (2) und drei weitere Schweizer Städte – Genf (3), Basel (4) und Bern (5) – in den Top fünf der teuersten Standorte für Expatriates.

 

Die von Mercer erhobenen Lebenshaltungskosten in Verbindung mit Research und den Erkenntnissen aus der Zusammenarbeit mit Mercer-Kunden deuten darauf hin, dass die Zunahme von Fern- und flexibler Arbeit, der Krieg in der Ukraine, Wechselkursschwankungen und die weit verbreitete Inflation erhebliche Auswirkungen auf die Löhne und Ersparnisse der Arbeitnehmenden haben. Dies kann für Arbeitgebende im globalen Kampf um Talente schwerwiegende Folgen haben.

 

Yvonne Traber, Partnerin bei Mercer und Global Head for Mobility Business, sagte: «Die durch COVID-19 ausgelöste Volatilität, die durch die Krise in der Ukraine noch verschärft wurde, hat die weltweite wirtschaftliche und politische Unsicherheit verstärkt.

 

«Diese Ungewissheit, gepaart mit einer deutlich steigenden Inflation in den meisten Ländern der Welt, lässt internationale Mitarbeitende um ihre Kaufkraft und sozioökonomische Stabilität fürchten.»

 

Internationale Mitarbeitende, die nach dem Herkunftslandprinzip vergütet werden, erhalten in der Regel einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten, um ihre Kaufkraft in den Zielländern zu erhalten. Diese Zulage wird berechnet, indem eine Differenz des Lebenshaltungskostenindexes auf einen Teil des Nettolohns der Arbeitnehmer (ihr «ausgabefähiges Einkommen» – d. h. der Betrag, den sie für Waren und Dienstleistungen ausgeben, die sie täglich an ihrem Aufenthaltsort nutzen) angewendet wird.

 

Sowohl die Inflation als auch Wechselkursschwankungen haben einen direkten Einfluss auf die Kaufkraft der mobilen Arbeitnehmenden. Die Zunahme von Fern- und flexibler Arbeit hat auch viele Arbeitnehmende dazu veranlasst, ihre Prioritäten, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und die Wahl des Wohnortes zu überdenken. Dies hat schwerwiegende Folgen für die Arbeitgebende, die ihren Ansatz für das Management einer global verteilten Belegschaft überdenken müssen, um im globalen Kampf um Talente eine Chance zu haben.

 

Umgekehrt bietet diese Situation auch eine Chance für Städte, die ausländische Unternehmen anziehen wollen, sowie für Unternehmen, die bestimmte Talente gewinnen wollen.

 

Wie die Daten von Mercer zeigen, entwickeln sich die Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen auf der ganzen Welt schneller als je zuvor. Unternehmen müssen sorgfältig mit den internationalen Entsendungskosten und -paketen umgehen und sich an die neue Arbeitswelt anpassen, um ihre Widerstandsfähigkeit und eine nachhaltige Zukunft für ihre mobilen Arbeitskräfte sicherzustellen.

 

«Arbeitgeber brauchen verlässliche Daten und klare Strategien, um in diesen unsicheren Zeiten Mobilitätspakete für internationale Mitarbeitende zu schnüren und so das finanzielle Wohlergehen ihrer Mitarbeitenden sowie die Effizienz und Transparenz ihres Unternehmens zu gewährleisten», sagt Narcisa Chelaru, Career Business Leader bei Mercer Schweiz.

 

«Wenn internationale Vergütungsstrategien nicht an die neue Arbeitswelt angepasst werden, untergräbt dies die Fähigkeit der Unternehmen, wichtige Talente anzuziehen, zu entwickeln und zu halten.»

 

Die Daten von Mercer helfen Arbeitgebern zu verstehen, wie wichtig es ist, Währungsschwankungen zu überwachen und den Inflations- und Deflationsdruck auf Waren, Dienstleistungen und Unterkünfte an allen Betriebsstandorten zu bewerten. Die Daten helfen Arbeitgebern auch bei der Festlegung und Aufrechterhaltung von Vergütungspaketen für Mitarbeitenden bei internationalen Einsätzen und bei der Arbeit im Ausland.

 

Darüber hinaus können sich die Lebenshaltungskosten eines Standorts erheblich auf seine Attraktivität als Zielort für Talente auswirken und beeinflussen die Standortentscheidungen von Unternehmen, die ihren geografischen Fussabdruck erweitern und umgestalten.

 

In der Mercer-Studie 2022 liegt Kopenhagen knapp ausserhalb der Top Ten auf Platz elf, während London (15), Wien (21) und Amsterdam (25) die anderen führenden westeuropäischen Standorte sind.

 

Die teuerste Stadt in Osteuropa ist Prag die an 60. Stelle von 227 Städten liegt. Es folgen Riga (79), Bratislava (105) und Tallinn (140). Die preiswerteste Stadt in Osteuropa ist Sarajevo auf Platz 209.

 

Über die Mercer Cost of Living Survey

 

Die weithin anerkannte Rangliste von Mercer ist eine der umfassendsten der Welt und soll multinationalen Unternehmen und Regierungen helfen, Vergütungsstrategien für ihre internationalen Mitarbeitenden festzulegen. Für alle Vergleiche wird New York City als Basisstadt herangezogen, und Währungsschwankungen werden gegenüber dem US-Dollar gemessen. Die Erhebung umfasst mehr als 400 Städte auf der ganzen Welt; die diesjährige Rangliste umfasst 227 Städte auf fünf Kontinenten und misst die vergleichbaren Kosten für mehr als 200 Posten an jedem Ort, darunter Wohnen, Transport, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Unterhaltung. Die gesammelten Daten liefern alle Schlüsselelemente, die Arbeitgeber benötigen, um effiziente und transparente Vergütungspakete für internationale Mitarbeitende zu entwerfen. Hier erfahren Sie mehr.

 

Die Zahlen für den Vergleich der Lebenshaltungskosten und der Kosten für Mietwohnungen von Mercer stammen aus einer im März 2022 durchgeführten Umfrage. Die Wechselkurse von diesem Zeitpunkt und der internationale Warenkorb von Mercer aus der Lebenshaltungskostenerhebung wurden als Basiswerte verwendet.

 

Regierungen und grosse Unternehmen nutzen die Daten dieser Erhebung, um die Kaufkraft ihrer ins Ausland versetzten Mitarbeitenden zu schützen; die Daten zu den Mietkosten werden zur Bewertung der lokalen Wohnbeihilfen für internationale Mitarbeitende verwendet. Die Auswahl der untersuchten Städte richtet sich nach der Nachfrage der Mercer-Kunden nach Daten. 

Über Mercer

Mercer setzt sich dafür ein, die Zukunft mutig und intelligent zu gestalten – durch die Transformation der Arbeitswelt, einer Verbesserung von Vorsorge- und Investmentlösungen sowie durch den Einsatz für Gesundheit und Wohlergehen. Mit mehr als 25.000 Mitarbeitenden in 43 Ländern ist Mercer in über 130 Ländern tätig. Mercer ist ein Tochterunternehmen von Marsh McLennan (NYSE: MMC), dem führenden globalen Anbieter von professionellen Dienstleistungen zu den Themen Risiko, Strategie und HR – mit einem Jahresumsatz von fast 20 Mrd. USD und 83.000 Mitarbeitenden. Als Marktführer hilft Marsh McLennan seinen Kunden, in einem immer dynamischeren und komplexeren Umfeld erfolgreich zu agieren. Zur Unternehmensgruppe gehören auch Marsh, Guy Carpenter und Oliver Wyman. Für weitere Informationen besuchen Sie uns auf http://www.mercer.ch oder folgen Sie uns auf Twitter und LinkedIn.

 

Mercer Schweiz AG (www.mercer.ch)

In der Schweiz ist Mercer mit rund 100 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich und Nyon vertreten. Die Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit liegen in der Beratung von Unternehmen rund um die berufliche Vorsorge inkl. der Verwaltung von Versicherungsverträgen, Investments sowie Human-Capital-Strategien und Vergütung/Mobilität von Arbeitnehmenden.

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