Aufwertung des Franken

Aufwertung des Franken

Aufwertung des Franken: Ein Drittel der Unternehmen denkt über Entlassungen nach

  • 06. März 2015
  • Switzerland, Zürich
  • Nur etwa die Hälfte der Unternehmen will Gehaltserhöhungen wie geplant umsetzen
  • Die geplanten Erhöhungen sinken auf 1,5 Prozent

 

33 Prozent der Schweizer Unternehmen denken darüber nach, als Reaktion auf die Aufwertung des Schweizer Franken die Zahl ihrer Mitarbeiter in der Schweiz zu reduzieren. Weitere 8 Prozent verfolgen bereits konkrete Pläne für solche Massnahmen. Dies ist das Ergebnis einer Mercer-Befragung unter 62 Schweizer Unternehmen, die nach der Entkopplung des Franken vom Euro durchgeführt wurde.

„Dass ein so grosser Teil der befragten Unternehmen darüber nachdenkt, mit einem Personalabbau auf den starken Franken zu reagieren, ist ein deutliches Signal“, so Stephan
Pieronczyk, Principal bei Mercer in der Schweiz. „Die Auswirkungen der Entkopplung vom Euro sind gerade bei exportstarken Unternehmen spürbar. Diese suchen nun nach Wegen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.“

Laut Studie haben nur 54 Prozent der Unternehmen vor, ihre bereits vor dem SNB-Entscheid geplanten Gehaltserhöhungen umzusetzen. 16 Prozent gaben an, dass sie den Markt weiter beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt darüber entscheiden werden, ob sie die Grundgehälter anpassen. 6 Prozent der Unternehmen haben die Gehälter eingefroren,
3 Prozent beschränken die Gehaltserhöhungen für bestimmte Mitarbeitergruppen.

Die Studie zeigt, dass die Gehaltserhöhungen 2015 voraussichtlich bei etwa 1,5 Prozent liegen werden. Zum Vergleich: Im Januar gingen die Schweizer Unternehmen im Schnitt noch von 2 Prozent Gehaltserhöhung aus. Dies ging aus dem Mercer Global Compensation Planning Report hervor, der vor der Aufwertung des Franken erschien.

Von den Reaktionen auf den starken Franken sind zudem auch Bonuszahlungen betroffen. Laut Studie denken immerhin 11 Prozent der Unternehmen darüber nach, die Boni 2015 zu verringern, obwohl sich diese auf Ziele aus dem Vorjahr beziehen.

„Für viele Unternehmen sind Personalkosten wie z. B. die Vergütung ein erster Stellhebel, um auf die neue Situation im Markt zu reagieren“, kommentiert Pieronczyk. „Unsere Studienergebnisse zeigen aber, dass es hier kaum kurzfristige „Überreaktionen“ gibt. Im Gegenteil: Die meisten Unternehmen prüfen mit Bedacht, welche Massnahmen kurz- und mittelfristig Erfolg versprechen und berücksichtigen dabei auch die bisherige Geschäfts- und Personalplanung.“

Über Mercer (www.mercer.com)
 
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Mercer (Switzerland) SA, www.mercer.ch

Mit derzeit rund 120 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich, Genf und Nyon ist Mercer in der Schweiz einer der führenden Anbieter von Personalvorsorgeberatung, Investment Consulting und für die Administration von Pensionskassendienstleistungen. Darüber hinaus unterstützt Mercer Unternehmen im Bereich von Human Capital- und Vergütungsmanagement.

 

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