Mercer | Pressemitteilung

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Das Schweizer Vorsorgesystem gehört zu den besten

  • 07. Oktober 2013
  • Switzerland, Zürich
  • Das Schweizer Vorsorgesystem klettert im internationalen Vergleich einen Platz nach oben und verdrängt Schweden vom vierten Platz
  • Den Spitzenplatz im internationalen Vergleich belegt weiterhin Dänemark
  • Finanzielle Stabilität ist einer der wichtigsten Eckpfeiler des Schweizer Vorsorgesystems
  • Die Studie „Melbourne Mercer Global Pension Index“ umfasst neu 20 Länder und deckt damit mehr als 55% der Weltbevölkerung ab

Das Schweizer Vorsorgesystem zählt zu den besten weltweit. Im internationalen Vergleich der Altersvor-sorgesysteme von 20 ausgesuchten Ländern hat sich die Schweiz um einen Platz verbessert und belegt nun den vierten Rang. Damit schließt die Schweiz zu den Spitzenreitern Dänemark, Niederlande und Australien auf, die ihre jeweiligen Positionen aus dem Vorjahr behaupten konnten.  Südkorea, Indien und Indonesien belegen in der Studie die letzten Plätze.

Dies ist das Ergebnis des heute veröffentlichten Melbourne Mercer Global Pension Index 2013, der von dem  internationalen  Beratungsunternehmen Mercer bereits zum fünften Mal in Kooperation mit dem Australian Centre for Financial Studies erstellt wurde. Die Studie untersucht und bewertet die Altersversorgung von 20 Ländern hinsichtlich der Kriterien „Leistungen“, „Finanzierung“ und „Rahmenbedingungen“. Dabei wurden neben den staatlichen Rentensystemen und der betrieblichen Altersversorgung auch private Anlagen und Vorsorgemaßnahmen berücksichtigt.

Dänemark belegt im Ranking weiterhin Platz 1 und erreicht als einziges Vorsorgesystem den Grade „A“. Mit dem Grade-A-Ranking werden das gut finanzierte Vorsorgesystem des Landes, die hohen Vermögenswerte und Beiträge, die angemessene Leistungen sowie ein gut reguliertes privates Vorsorgesystem anerkannt.

Das Vorsorgesystem der Schweiz hat seinen Gesamtindexwert gegenüber 2012 leicht verbessert (von 73,3 auf 73,9), was in erster Linie auf eine Zunahme der Sparquote zurückzuführen ist.
„Der Anstieg des Gesamtindex und der Sub-Indizes „Leistungen“ und „Finanzierung“ widerspiegeln das solide Fundament der Schweizer Wirtschaft und des Vorsorgesystems. Die leichte Verschlechterung des Sub-Indexes „Rahmenbedingungen“ deutet andererseits darauf hin, dass einige Anreizsysteme kritisch geprüft werden sollten“, sagt Roland Guggenheim, Pensionskassenexperte von Mercer in der Schweiz.

„Der Schweiz stehen aber eine Reihe von Massnahmen offen, mit denen sich das System verbessern kann. Dazu gehören beispielsweise die Einführung einer Pflicht, die Auszahlung eines Teils der Altersleistung in Rentenform vorzunehmen oder eine steuerliche Verbesserung des Rentenbezugs im Vergleich zur Kapitalauszahlung“, so Guggenheim weiter.

Weiterhin empfehlen die Autoren der Studie, das Renteneintrittsalter für die gesetzliche  Rente sukzessive anzuheben und eine Regelung zu erlassen, die Pensionskassen auffordert, eine umfassende Risikomanagement-Strategie zu entwickeln.

Dr. David Knox, Senior Partner bei Mercer und Author der Studie, verweist auf die Herausforderungen bei der Gestaltung nachhaltiger Rentensysteme: „Weltweit steigt die Lebenserwartung, während die Staats-verschuldung vor dem Hintergrund unsicherer wirtschaftlicher Verhältnisse weiter zunimmt. Gleichzeitig beobachten wir eine globale Bewegung hin zu Defined Contribution (also beitragsorientierten) Modellen. Insbesondere für die Zeit nach Eintritt in den Ruhestand müssen deshalb neue Wege beschritten werden, um mit dieser Situation richtig umzugehen. Die Entwicklung von effektiven und nachhaltigen Lösungen für die Ruhestandsphase muss auf Seiten der Politik und in der Branche ganz oben auf der Agenda stehen.“

„Es braucht einen Sinneswandel, um den Fokus weg von der Vermögensbildung und stattdessen auf die Bereitstellung von Rentenleistungen zu richten. Diese Leistungen müssen über eine effiziente, gerechte und solide Rahmenstruktur bereitgestellt werden“, so Dr. Knox weiter.

„Weltweit ähneln sich die Herausforderungen, die mit der alternden Gesellschaft zusammenhängen, trotz der zum Teil sehr unterschiedlichen sozialen, politischen, historischen und wirtschaftlichen Einfluss-faktoren in den einzelnen Ländern. Folgerichtig sind auch viele der geforderten Reformen recht ähnlich. Ziel unseres Index ist es, die besten Lösungen herauszustellen und vergleichbar zu machen“, sagt Prof. Ralston, Direktorin des Australian Centre for Financial Studies. Sie betont außerdem, dass der Index weiterhin einen wertvollen Beitrag zur Debatte von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über die besten Möglichkeiten der Altersvorsorge für alternde Gesellschaften leistet.

Melbourne Mercer Global Pension Index 2013 

Zur Methodik der Studie:

  • Der Melbourne Mercer Global Pension Index wurde erstmalig im Jahr 2009 mit einem Ranking für 11 Länder erstellt. Inzwischen umfasst der Index 20 Länder.

  • Jedes Land ist auf einer Skala von 0 bis 100 bewertet. Der Gesamtindex ist der gewichtete Durchschnittswert der drei Sub-Indices Angemessenheit, Nachhaltigkeit und Integrität.  
  • Der Sub-Index Angemessenheit untersucht die derzeit gewährten Versorgungsleistungen und einige wichtige Gestaltungsmerkmale, wie z. B. Versorgungsniveau, steuerliche Anreize, Gestaltung der Altersversorgungsmodelle, Sparquote. Er wird als wichtigster Index mit 40 % gewichtet.

  • Der Sub-Index Nachhaltigkeit untersucht anhand mehrerer Indikatoren, ob das gegenwärtige System in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Bei diesem Sub-Index spielen Faktoren wie z. B. Rückdeckung, Finanzierung, Demographie, Staatsverschuldung und flexible Arbeitszeitmodelle für ältere Arbeitnehmer eine Rolle. Dieser Sub-Index wird mit 35 % gewichtet.

  • Der Sub-Index Integrität konzentriert sich auf den Bereich der Privatvorsorge und untersucht anhand verschiedener Indikatoren, wie „vertrauenswürdig“ und beständig das Vorsorgesystem ist. Hier spielen staatliche Aufsicht, Governance, Risikosteuerung und Kommunikation eine entscheidende Rolle bei der Beurteilung. Die Gewichtung liegt bei 25 %.  
  • Zur Bewertung der einzelnen Länder wurden über 50 Indikatoren für erstrebenswerte Merkmale in allen Altersversorgungssystemen berücksichtigt. 

Über das Australian Centre for Financial Studies

Das Australian Centre for Financial Studies (ACFS) ist ein gemeinnütziges Konsortium der Monash University, der RMIT University, der University of Melbourne und des Finsia (Financial Services Institute of Australasia), das 2005 mithilfe einer Anschubfinanzierung des Bundesstaats Victoria gegründet wurde. Darüber hinaus wird das ACFS durch Unternehmenssponsoren und Forschungspartnerschaften finanziert. Das ACFS soll innerhalb der Finanz-Community Verbindungen zwischen der akademischen Welt, Fachleuten und Regierung aufbauen und Forschung, Praxis, Ausbildung und Reputation der australischen Finanzinstitutionen und Universitäten sowie von Australien als Finanzzentrum stärken. 

Über Mercer (www.mercer.com)

Mercer zählt mit rund 20.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern zu den führenden globalen Anbietern von Dienstleistungen in den Bereichen Talent, Health, Retirement und Investments. Die Berater von Mercer unterstützen Unternehmen bei der Gestaltung und dem Management von betrieblichen Nebenleistungen, insbesondere im Bereich betriebliche Altersversorgung und Gesundheitsleistungen sowie bei der Optimierung des Human Capital-Managements. Das Unternehmen ist überdies einer der führenden Anbieter von Verwaltungs- und Outsourcing-Lösungen für betriebliche Nebenleistungen. Die Mercer-Dienstleistungen im Bereich Investments beinhalten das Investment Consulting sowie Multi-Manager Investment-Produkte. Das Unternehmen ist Teil der Marsh & McLennan Companies, Inc. (www.mmc.com). Die Aktie der Muttergesellschaft ist mit dem Ticker-Symbol MMC an den Börsen New York und Chicago notiert.

Mercer (Switzerland) SA, www.mercer.ch

Mit derzeit rund 120 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich, Genf und Nyon ist Mercer in der Schweiz einer der führenden Anbieter von Personalvorsorgeberatung, Investment Consulting und für das Outsourcing von Pensionskassendienstleistungen.

Darüber hinaus unterstützt Mercer Unternehmen im Bereich von Human Capital- und Vergütungsmanagement.

 

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