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Mercer
Internationale Mercer-Studie zur Lebensqualität 2009
Wien überholt Zürich als Stadt mit der höchsten Lebensqualität


Schweiz
Zürich, 28 April 2009

 

  • Wien gilt neu als Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Nach 8 Jahren an der Spitze musste Zürich die Krone abgeben.
  • Die Städte Zürich, Genf und Bern liegen im internationalen Vergleich der Lebensqualität in Grossstädten unter den Top Ten.
  • Zu diesem Ergebnis kommt die alljährlich von der Beratungsgesellschaft Mercer durchgeführte weltweite Vergleichsstudie zur Bewertung der Lebensqualität in 215 Grossstädten.

 

Wien hat Zürich vom ersten Platz verdrängt und gilt nun als die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Dies ist das Ergebnis der Mercer-Lebensqualitätsstudie 2009. Genf behält seinen dritten Platz, Vancouver und Auckland teilen sich gemeinsam den 4. Platz.  

 

Im Gesamten gesehen liegen die europäischen Städte laut der diesjährigen Studie weiterhin ganz vorn. In UK liegt London an 38. Stelle, Birmingham und Glasgow teilen sich den 56. Platz. In den USA erzielte Honolulu mit Platz 29 das beste Ergebnis. Singapur (26) ist die bestplatzierte Stadt in Asien, gefolgt von Tokio auf Platz 35. Bagdad bildet mit seinem 215. Rang das Schlusslicht.

 

Die Rangliste ergibt sich aus einem Punktebewertungsverfahren, demzufolge Wien 108,6 Punkte und Bagdad 14,4 Punkte erzielt. Ausgangsstadt dieses Bewertungsverfahrens ist New York  mit einem Index von 100 Punkten. Die Mercer-Lebensqualitätsstudie umfasst 215 Städte und soll Regierungen und Grossunternehmen bei den Auslandseinsätzen ihrer Mitarbeiter unterstützen.  

Slagin Parakatil, Senior Researcher bei Mercer, meinte: “Als Ergebnis der derzeitigen Finanzkrise überdenken nun multinationale Konzerne ihre Auslandsentsendungspolitik besonders im Hinblick auf Kosteneinsparungen.”

 

“Viele Firmen planen die Anzahl der Auslandseinsätze mittel- bis langfristig zu reduzieren und grenzen ihr Zulagenpaket für im Ausland arbeitende Mitarbeiter ein, wo immer dies möglich ist, dennoch bleibt die Erschwerniszulage, die aufgrund der Lebensqualitätsmassstäbe berechnet wird, ein wesentlicher Bestandteil des Pakets,“ fügte er hinzu.

 

Die diesjährige Vergleichsstudie ermittelt auch die Städte mit der besten Infrastruktur anhand von Stromversorgung, Wasserverfügbarkeit, Telefon- und Postleistungen, Bereitstellung öffentlicher Verkehrsmittel, Verkehrsbelastung und Anzahl internationaler Flüge von örtlichen Flughäfen. Singapur führt diesen Index mit 109,1 Punkten an, gefolgt von München an 2. Stelle und Kopenhagen an 3. Stelle. Die japanischen Städte Tsukuba (4) und Yokohama (5) belegen die nächsten beiden Plätze, Düsseldorf und Vancouver teilen sich gemeinsam den 6. Platz. Bagdad bildet mit nur 19,6 Punkten das Schlusslicht.

  

Hr. Parakatil erklärte: “Die Infrastruktur spielt bei der erlebten Lebensqualität von im Ausland lebenden Personen eine wichtige Rolle. Oft ist man an einen hohen Standard gewöhnt und nimmt einen solchen als gegeben an, wenn jedoch die Infrastruktur einer Stadt diesen Standard nicht erfüllt, kann dies eine grosse Erschwernis bedeuten. Firmen müssen für ihre im Ausland lebenden Arbeitnehmer ein angemessenes Zulagensystem bereitstellen, um sie für diese und andere Erschwernisse entsprechend zu entschädigen.”

 

Amerika
In der Rangordnung der nordamerikanischen Städte gab es leichte Änderungen. Die kanadischen Städte liegen beim Index dieser Region noch immer an den ersten Plätzen. Vancouver (4) behält seine Topplatzierung bei und Honolulu (29) ist die Stadt mit der besten Lebensqualität in den USA. Washington und New York behalten ihren 44. bzw. 49. Platz bei.

 

In Mittel- und Südamerika ist San Juan in Porto Rico mit Rang 72 am besten platziert, gefolgt von Montevideo auf Platz 79. Port au Prince (206) in Haiti belegt weiterhin den letzten Platz dieser Region und verlor aufgrund der Lebensmittelkrise 2008 und den daraus resultierenden Unruhen 4 Plätze im Gesamtranking.

 

Hr. Parakatil erklärte: “Einige süd- und mittelamerikanische Länder haben sich zu ihrem Vorteil verändert. Aber im Ganzen betrachtet stehen politische sowie Sicherheitsaspekte und das häufige Auftreten von Naturkatastrophen weiterhin einer Verbesserung der Lebensqualität in dieser Region im Wege. Die Lebensmittelknappheit hat auch zu einer Verschlechterung der Lebensqualität in einigen Städten beigetragen.”

 

Infrastrukturmässig betrachtet liegt Vancouver mit Platz 6 wieder an erster Stelle dieser Region, gefolgt von Atlanta an der 15. Stelle. Santiago in Chile hat die beste städtische Infrastruktur in Mittel- und Südamerika, Port au Prince bildet dagegen mit Platz 212 das Schlusslicht der Tabelle.

 

Europa
Die europäischen Städte beherrschen auch dieses Jahr wieder die Top-10-Platzierungen für weltweit höchste Lebensqualität. Wien gilt neu als die Stadt mit der höchsten Lebensqualität und hat sich damit um einen Platz verbessert. Ausschlaggebend dafür waren Verbesserungen im politischen und sozialen Gefüge. Die weiteren Top-10-Plätze für Europa gehen an Städte in Deutschland und in der Schweiz, die meisten von ihnen konnten ihren Platz und die Punktezahl aus dem Vorjahr halten. Zürich liegt an 2. Stelle, gefolgt von Genf (3), Düsseldorf (6), München (7), Frankfurt (8) und Bern (9).

 

Viele osteuropäische Länder haben ihre Lebensqualität verbessert. Einige Länder, die im Jahr 2004 der EU beitraten, haben sich durch höhere Stabilität, höheren Lebensstandard und bessere Verfügbarkeit internationaler Konsumgüter konstant verbessert. Ljubljana in Slowenien hat sich zum Beispiel um vier Plätze verbessert und liegt nun auf Platz 78, Bratislava rückt 3 Plätze vor auf Rang 88, Zagreb hat ebenfalls 3 Plätze wettgemacht und belegt nun die 103. Stelle. 

  

Beim Index der städtischen Infrastruktur schneiden die deutschen Städte mit München (2) der bestplatzierten Stadt in der Region, gefolgt von Düsseldorf (6) und Frankfurt, das sich mit London den 8. Platz teilt, besonders gut ab. Die städtische Infrastruktur in Deutschland zählt zu den besten der Welt, zum Teil wegen der erstklassigen Flughafeneinrichtungen und Anbindungen an andere internationale Destinationen“ meinte Hr. Parakatil.

 

Das Abschneiden von London beim Infrastrukturindex lässt das hohe Niveau der bereitgestellten öffentlichen Dienstleistungen erkennen, dazu zählen das flächendeckende öffentliche Verkehrsnetz und die grosse Vielfalt an Telekommunikationsdienstleistungen.

 

Naher Osten und Afrika
Dubai (77) in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Port Louis in Mauritius (82) sind die Städte dieser Region mit der besten Lebensqualität. Dubai konnte Verbesserungen bei den Transporteinrichtungen, in der Entwicklung der Strasseninfrastruktur und der Erweiterung des internationalen Flughafens vorweisen, dadurch rückte die Stadt um 6 Plätze nach vor. 

 

Kapstadt in Südafrika, früher die Stadt in der Region mit der besten Lebensqualität, ist bei der diesjährigen Bewertung beträchtlich zurückgefallen (von Platz 80 auf Platz 87 im Jahr 2009). Ausschlaggebend dafür waren gewalttätige Ausschreitungen in den grossen Städten Südafrikas im Jahr 2008.

 

Bagdad (215) behält zwar seine Schlusslichtposition bei, aber durch einige leichte Verbesserungen in der Infrastruktur und die Einleitung von Massnahmen zur Unterstützung von Investitionen hat sich die Punktezahl erhöht (von 13,5 auf 14,4 im Jahr 2009). Trotzdem haben die mangelnde Stabilität und Sicherheit noch immer sehr starke Auswirkungen auf die Lebensqualität  und die Punktezahl der Stadt liegt noch immer weit hinter der vorletzten Stadt im Ranking,  Bangui (29.3), die Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, zurück. 


Beim Index der städtischen Infrastruktur liegen die meisten Städte der Region über Platz 100. Ausnahmen bilden Dubai (35), Tel Aviv (55) Jerusalem (70), Abu Dhabi (72), Port Louis in Mauritius (92) und Kairo (93). Bagdad (215) liegt mit seiner Punktezahl von 19,6 für die städtische Infrastruktur wieder am letzten Platz, Port Harcourt in Nigeria reiht sich indessen mit 30,5 Punkten an vorletzter Stelle ein.

Hr. Parakatil erklärte weiter: “Viele Länder in Afrika sind noch immer von politischen und wirtschaftlichen Unruhen geprägt, wodurch sich das Leben für Ausländer sehr schwierig gestaltet. Das spiegelt sich im Allgemeinen in Form von höheren Aufwandsentschädigungen und Vorteilspaketen im Vergleich zu anderen Regionen der Welt wieder, die multinationale Unternehmen für ihre im Ausland tätigen Mitarbeiter anbieten.”

 

Asien-Pazifik-Raum
Auckland (4) behält seine erste Position im Städte-Ranking für die Lebensqualität in der Region bei. Sydney folgt auf Platz 10 und Wellington in Neuseeland auf Platz 12. Während die meisten Städte dieser Region ihre letztjährige Platzierung beibehielten, ist Singapore (26) mit sechs verbesserten Plätzen im Vergleich zu 2008 der höchste Aufsteiger der Region. Die Stadt gewann als Finanzzentrum an Bedeutung und bietet der Gemeinschaft der Auslandsentsandten eine Vielzahl an internationalen und privaten Schulen. Peking rückte auch um drei Plätze von 116 auf 113 vor, wichtigster Grund dafür sind die Verbesserungen im öffentlichen Transportwesen durch die Olympischen Spiele im August 2008.

 

Im Ranking zurückgefallen sind Bangkok (von 109 im Jahr 2008 auf 120) und Mumbai (von 142 auf 148), hauptsächlich bedingt durch die Verschlechterung der Stabilität und Sicherheit. Die politischen Turbulenzen in Thailand erstreckten sich über 2008 und 2009 mit häufigen und gewaltsamen Demonstrationen und Massenkundgebungen in Bangkok. Die Terroristenangriffe in Mumbai haben zu einer Verschlechterung der Lebensqualität dieser Stadt für Auslandsentsandte geführt. Dhaka in Bangladesh bildet mit Platz 205 das Schlusslicht dieser Region.

 

Hr. Parakatil erklärte: “Der Asien-Pazifik-Raum ist als Region sehr unterschiedlich. Die jüngsten politischen Unruhen und Terroristenangriffe in einigen Städten der Region haben sich dort negativ auf die Lebensqualität ausgewirkt. Die Firmen müssen zusätzlich zu einer angemessenen Erschwerniszulage ihre Auslandseinsatzstrategien überdenken, indem sie spezielle Sicherheitsmassnahmen treffen, wie zum Beispiel die Gewährleistung der Überwachung der Unterkünfte ihrer Auslandsentsandten und die Einrichtung wirksamer Kommunikationskanäle für den Fall einer Evakuierung.“

  

In der städtischen Infrastruktur belegt Singapur weltweit mit 109,1 Punkten den ersten Platz. Die Stadt kann einen Flughafen mit hervorragenden Einrichtungen und Verbindungen sowie ein wirksames und flächendeckendes öffentliches Verkehrsnetz vorweisen. Weitere top- platzierte Städte der Region sind Hongkong (8), Sydney (11) und Tokio (12). Dhaka reiht sich mit Platz 197 an der letzten Stelle der Region ein.

 

Anmerkungen für Redakteure
Die weltweiten Rangordnungen ergeben sich aus der jüngsten von Mercer durchgeführten Studie zur weltweiten Lebensqualität Worldwide Quality of Living Survey. Zu jeder untersuchten Stadt gibt es einen eigenen Bericht. Vergleichende Lebensqualitätsindexe zwischen einer Ausgangsstadt und einer Gastgeberstadt sowie Vergleiche zwischen mehreren Städten liegen vor.

 

Weitere Informationen:

 

 

 

Die Rankingliste soll den Journalisten als Bezug dienen, sollte aber nicht vollinhaltlich veröffentlicht werden. Die ersten 10 und die letzten 10 Städte in jeder Liste können in einer eigenen Tabelle abgebildet werden. Die Daten wurden grossteils zwischen September und November 2008 erhoben und werden regelmässig aktualisiert, um geänderten Umständen Rechnung zu tragen. Im Besonderen werden im Falle neuer Entwicklungen die Beurteilungen überarbeitet. Die Datenbank von Mercer umfasst mehr als 420 Städte, aber nur 215 davon wurden 2008 für das jährliche Vergleichs-Ranking in Bezug auf die Lebensqualität berücksichtigt.

 

Ausgleichszulagen für Auslandsentsandte, die in schwierigen Gebieten arbeiten und leben: Festsetzung entsprechender Aufwandsentschädigungen und Incentiveregelungen

 

Die Bereitstellung von Boni als Belohnung und Anerkennung für die Mühen, die Angestellte und deren Familien auf sich nehmen, wenn sie einen Auslandseinsatz annehmen, wird nach wie vor eine typische Geschäftsmethode sein, besonders an schwierigen Standorten.  Üblicherweise beinhalten Incentiver-Regelungen die Berücksichtigung der Lebensqualität und eine Mobilitätsprämie. Firmen müssen in der Lage sein, ihr Entschädigungspaket auf rationale, konsistente und systematische Weise festlegen zu können.

 

Lebensqualität oder Erschwerniszulagen dienen dazu, Mitarbeiter, die im Ausland eingesetzt werden, für die Unterschiede in der Lebensqualität zwischen ihrer Heimatstadt und der Gastgeberstadt  zu entschädigen. Die Mobilitätsprämie soll eher die Entwurzelung und die Arbeit in der Fremde ausgleichen. Die Erschwerniszulage ist typischerweise ortsbezogen, die Mobilitätsprämie hingegen ist normalerweise vom Gastgeberland unabhängig.

 

Einige grössere internationale Unternehmen kombinieren diese Prämien, aber die meisten internationalen Firmen führen sie getrennt an. Dieser Ansatz hat den Vorteil der Übersichtlichkeit und Transparenz.

 

Empfehlungen von Mercer zur Erschwerniszulage 

Mercer beurteilt die örtlichen Lebensbedingungen in allen 420 Weltstädten. Die Lebensumstände werden auf 39 Faktoren hin geprüft und in 10 Kategorien unterteilt:

 

  •  Politisches und soziales Umfeld (politische Stabilität, Verbrechen, Gesetzesvollzug  usw.)
  • Wirtschaftliches Umfeld (Wechselkursbestimmungen, Bankdienstleistungen usw.)
  • Sozio-kulturelles Umfeld (Zensur, Einschränkungen der persönlichen Freiheit usw.)
  • Gesundheitswesen (medizinische Versorgung und Leistungen, ansteckende Krankheiten, Abwasser- und Abfallentsorgung, Luftverschmutzung usw.)
  • Schulen und Ausbildung (Standard und Verfügbarkeit internationaler Schulen usw.)
  • Öffentliche Dienstleistungen und Verkehrsnetz (Strom, Wasser, öffentliche Beförderungsmittel, Verkehrsbelastung usw.)
  • Erholung (Restaurants, Theater, Kinos, Sport und Freizeit, usw.)
  • Konsumgüter (Verfügbarkeit von Lebensmitteln/Artikeln des täglichen Gebrauchs, Autos usw.)
  • Wohnverhältnisse (Wohnungssituation, Haushaltsgeräte, Möbel, Instandsetzungsleistungen usw.)
  • Umwelt (Klima, Anzahl an Naturkatastrophen)
     
    Durch die Punktezahl, die jedem Faktor zugeteilt wird, lassen sich die Städte untereinander vergleichen. Das Ergebnis ist ein Lebensqualitätsindex, der die Unterschiede zwischen zwei beliebigen Orten vergleicht. Für die praktische Verwendung der Indexe hat Mercer einen Raster entwickelt, anhand dessen die Firmen das Indexergebnis mit einem Zulagenbetrag für die Lebensqualität verbinden können. Mercer empfiehlt dazu einen indexbezogenen Prozentwert.

 

Über Mercer (www.mercer.com)
Mercer zählt zu den führenden internationalen Anbietern von Dienstleistungen in den Bereichen Personalvorsorgeberatung, Outsourcing von Pensionskassendienst-leistungen, Investment Consulting und Human Capital Management. Mercer ist mit 17.000 Mitarbeitern in über 40 Ländern tätig und betreut weltweit über 20.000 Kunden. Das Unternehmen ist Teil der Marsh & McLennan Companies, Inc. (www.mmc.com). Die Aktie der Muttergesellschaft ist mit dem Ticker-Symbol MMC an den Börsen New York, Chicago und London notiert.

 

Mercer (Switzerland) SA, (www.mercer.ch)
In der Schweiz ist Mercer mit derzeit rund 150 Mitarbeitenden an den Standorten Zürich, Genf und Nyon vertreten und bietet ihren Kunden ein umfassendes Dienstleistungsangebot, das von der vorsorgerechtlichen Beratung, Geschäftsführung und Administra- tion von Pensionskassen, Rechnungslegung von Vorsorgeverbindlichkeiten bis hin zum Investment Consulting reicht. Darüber hinaus unterstützt Mercer Unternehmen im Bereich von Human Capital- und Vergütungsmanagement.

 

Ansprechpartner: Mercer Feedback

  

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